Annette Frier gehört seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Schauspielerinnen Deutschlands. Ob „Switch“, „Danni Lowinski“, „Merz gegen Merz“ oder „Ella Schön“ – die heute 52-Jährige ist regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Ihr Privatleben hält sie dagegen weitgehend aus der Öffentlichkeit heraus. Dabei ist sie seit mehr als 20 Jahren mit einem Mann verheiratet, der ebenfalls im Film- und Fernsehgeschäft arbeitet: Johannes Wünsche.
Kennengelernt haben sich die beiden 1999 bei den Dreharbeiten zu „Hinter Gittern – Der Frauenknast“. Frier war damals 25 Jahre alt und bereits als Schauspielerin erfolgreich. Wünsche arbeitete als Drehbuchautor und Regisseur und war an insgesamt 33 Folgen der Serie beteiligt. Aus der beruflichen Begegnung entwickelte sich schnell eine Liebesgeschichte. „Es hat auf jeden Fall eingeschlagen wie nichts Gutes. Ich hab gedacht, was ist denn jetzt los?“, erinnerte sich Frier 2025 an das Verlieben.

Am 30. August 2002 heirateten die beiden. Große öffentliche Liebeserklärungen oder permanente gemeinsame Auftritte gehören bis heute nicht zu ihrem Alltag, auch wenn sie sich gelegentlich zusammen auf roten Teppichen zeigen. 2008 wurden Frier und Wünsche Eltern von Zwillingen.

Über das Geheimnis ihrer langen Ehe spricht die Schauspielerin dennoch gelegentlich. Ein festes Rezept für Romantik habe sie nicht. Für Frier ist vielmehr entscheidend, eine Beziehung niemals als abgeschlossen zu betrachten. „Man kann nicht sagen, wir hatten DAS klärende Gespräch – fertig. Am nächsten Morgen geht es weiter.“ Aufmerksamkeit, gemeinsame Zeit und vor allem Freundschaft seien wichtige Grundlagen. Diese Freundschaft bezeichnete sie sogar als „die Grundvoraussetzung“, um sich immer wieder neu ineinander verlieben zu können.

Gleichzeitig macht Frier ihr persönliches Glück nicht von ihrem Ehemann abhängig. „Ich bin für mein Glück zuständig, und er ist für sein Glück zuständig“, erklärte sie 2024. Auch nach vielen gemeinsamen Jahren gebe es selbstverständlich Momente, in denen beide Abstand gebrauchen könnten. Entscheidend sei jedoch, dafür zu sorgen, „dass man als Paar noch stattfindet“, miteinander spricht und offen ausspricht, was einen beschäftigt.

Während Annette Frier weiterhin regelmäßig vor der Kamera steht, hält sich Johannes Wünsche eher im Hintergrund. Der 1955 geborene Drehbuchautor und Regisseur war neben „Hinter Gittern“ unter anderem an Produktionen wie „Die Camper“, „Wir müssen reden!“ und „Die Mütter-Mafia“ beteiligt. Bei den beiden letztgenannten Projekten arbeitete er sogar erneut mit seiner Ehefrau zusammen.
