Peter Maffays Sohn Yaris (23) spricht über schwierige Kindheit: „Ich war oft sauer auf meinen Vater!“

Als Sohn eines der berühmtesten Musiker Deutschlands aufzuwachsen, klingt zunächst nach einem privilegierten Leben. Doch für Yaris Makkay war die Kindheit an der Seite seines berühmten Vaters Peter Maffay nicht immer einfach. Jetzt spricht der 23-Jährige ungewöhnlich offen über die Trennung seiner Eltern, seine Enttäuschung und die Konflikte mit dem Schlagerstar.

Im Interview mit „Bunte“ gewährt der junge Musiker einen persönlichen Einblick in seine Familiengeschichte. Dabei macht er deutlich, dass die Beziehung zu seinem Vater über viele Jahre von schwierigen Gefühlen geprägt war.

Yaris ist der gemeinsame Sohn von Peter Maffay und dessen früherer Ehefrau Tania Spengler. Seine Kindheit verbrachte er überwiegend auf Mallorca, wo er mit seinen Eltern aufwuchs.

Doch 2015 zerbrach die Ehe seiner Eltern. Für den damals noch jungen Yaris begann eine belastende Zeit, die er rückblickend als alles andere als glücklich beschreibt.

Allerdings hatte sich sein Vater schon vor der Trennung häufig nicht zu Hause aufgehalten. Als erfolgreicher Musiker war Peter Maffay regelmäßig beruflich unterwegs, sodass sein Sohn bereits früh daran gewöhnt war, längere Zeit auf ihn verzichten zu müssen.

Trotzdem hinterließ die Abwesenheit Spuren.

„Ich war oft sauer, weil er so wenig da war“, gesteht Yaris heute. Telefonate hätten ihm damals nicht gereicht. Er habe sich vor allem gewünscht, seinen Vater häufiger persönlich an seiner Seite zu haben.

„Er hat sich bemüht, aber als Kind weiß man das nicht zu schätzen. Da fehlt der Vater einfach“, erklärt der 23-Jährige.

Besonders die Trennung seiner Eltern machte ihm zu schaffen. Yaris erinnert sich an eine Zeit voller Unsicherheit und Enttäuschung.

„Mein Vater war auch nicht der Vorbildvater, aber er hat sein Bestes gegeben“, sagt er inzwischen mit etwas Abstand.

Als Kind habe er das allerdings anders empfunden. „Damals habe ich es ihm eine Zeit lang richtig übel genommen. Es war schlimm für mich“, gibt er offen zu.

Zusätzlich belastete ihn, dass seine Eltern sehr offen mit ihm über ihre Probleme sprachen. Sowohl seine Mutter als auch sein Vater hätten ihn häufig nach seiner Meinung gefragt.

Einerseits habe ihn das früh reifer gemacht. Andererseits sei er dadurch mit Themen konfrontiert worden, die für ein Kind in seinem Alter eigentlich zu schwer gewesen seien.

„Man sollte ein Kind in diesem Alter nicht so einbeziehen“, findet Yaris rückblickend.

Trotz aller Schwierigkeiten habe er sich jedoch nie auf die Seite eines Elternteils geschlagen. Er wollte weder für seine Mutter noch für seinen Vater Partei ergreifen.

Heute bezeichnet der Musiker seine Mutter Tania als den wichtigsten Menschen in seinem Leben. Doch auch zu seinem Vater und dessen neuer Familie hat sich inzwischen ein enges Verhältnis entwickelt.

Peter Maffay bekam 2018 mit seiner heutigen Ehefrau Hendrikje Balsmeyer Tochter Anouk. Außerdem hat der Musiker eine weitere Tochter aus seiner zweiten Ehe.

Anfangs war das Zusammenwachsen der Patchworkfamilie nicht leicht, erinnert sich Yaris. Mittlerweile habe sich die Situation jedoch deutlich verändert.

„Heute sind wir alle sehr innig, aber am Anfang war es nicht so leicht“, erzählt er.

Dass Vater und Sohn inzwischen wieder besser miteinander auskommen, bedeutet allerdings nicht, dass sie in jeder Hinsicht harmonieren.

Zeitweise versuchten Peter Maffay und Yaris sogar, beruflich zusammenzuarbeiten. Doch dieses Experiment scheiterte offenbar ziemlich schnell.

„Wir haben uns wirklich die Köpfe eingeschlagen“, berichtet Yaris über die damaligen Auseinandersetzungen.

Schließlich kündigte er seine Mitarbeit, weil er merkte, dass er familiäre Gefühle und berufliche Entscheidungen nicht voneinander trennen konnte.

„Ich war zu emotional für den Job und nicht in der Lage, Familiäres von Geschäftlichem zu trennen“, erklärt der junge Musiker.

Hinzu kommt, dass Vater und Sohn offenbar sehr unterschiedliche Vorstellungen vom Leben haben.

Während Peter Maffay großen Wert auf einen gesunden und aktiven Alltag legt, konnte Yaris mit diesem Lebensstil als Teenager zunächst wenig anfangen.

Als er mit 17 Jahren nach Deutschland zog, stand sein Vater nach seinen Erinnerungen morgens manchmal schon um sechs Uhr mit zwei Fahrrädern vor seiner Tür und wollte gemeinsam Sport treiben.

Für den damals 17-Jährigen war das offensichtlich nicht gerade die Vorstellung eines entspannten Morgens.

Trotz der schwierigen Vergangenheit blickt Yaris heute verständnisvoller auf seinen Vater. Er erkennt inzwischen an, dass Peter Maffay sich bemüht hat, auch wenn er als Kind häufig enttäuscht war.

Seine offenen Worte zeigen, dass selbst in prominenten Familien nicht immer alles einfach ist. Doch offenbar haben Vater und Sohn über die Jahre einen Weg gefunden, ihre Unterschiede zu akzeptieren und wieder näher zusammenzurücken.