Als Kommissarin Martina Böhnisch begeisterte Anna Schudt (52) mehr als ein Jahrzehnt lang die Zuschauer des „Tatorts“. Doch während Millionen Menschen sie aus dem Fernsehen kennen, wissen viele nur wenig über ihr Privatleben. Dabei ist der Mann an ihrer Seite selbst ein bekanntes Gesicht aus Film und Fernsehen. Seit 16 Jahren verbindet die Schauspielerin mit Moritz Führmann eine besondere Liebesgeschichte, die einst auf einer Theaterbühne begann.
Kennengelernt haben sich Anna Schudt und Moritz Führmann 2010 bei den Proben zu „Anna Karenina“ am Düsseldorfer Schauspielhaus. Aus der beruflichen Begegnung entwickelte sich schnell eine Beziehung. Bereits ein halbes Jahr später erwartete die Schauspielerin ein gemeinsames Kind. Sohn Fritz kam zur Welt und machte das Paar erstmals gemeinsam zu Eltern. Anna brachte bereits ihren Sohn Leon aus ihrer früheren Beziehung mit Theaterintendant Jens-Daniel Herzog mit.

Nur ein Jahr nach Fritz‘ Geburt folgte weiterer Familienzuwachs: Sohn Moritz wurde geboren. Für Anna Schudt ist ihre Familie bis heute etwas ganz Besonderes. „Jedes meiner Kinder ist ein Wunder für mich“, schwärmte sie einmal. Sie bezeichnete ihren Nachwuchs liebevoll als „Wundertüten“, weil sie nie wissen könne, welche Persönlichkeiten sich aus ihren Kindern entwickeln würden.

Auch beruflich kreuzten sich die Wege der beiden Schauspieler immer wieder. 2015 standen sie erstmals gemeinsam für einen „Tatort“ vor der Kamera, später folgten weitere Begegnungen in der beliebten Krimireihe. Im Jahr 2020 spielten sie außerdem zusammen in der ARD-Tragikomödie „Auf die harte Tour“, in der ihre Figuren Teil einer sechsköpfigen Wandergruppe waren. Die Zusammenarbeit als Ehepaar funktioniert offenbar gut, obwohl die beiden am Set durchaus unterschiedliche Gewohnheiten haben.

Anna Schudt erklärte einmal, dass sie morgens besonders früh aufstehe und abends entsprechend zeitig schlafen gehe. Ihr Mann dagegen habe beim Drehen nahezu gegensätzliche Rituale. Gerade deshalb sei es wichtig, die Bedürfnisse des anderen zu respektieren. Dass ihre Beziehung auch nach vielen gemeinsamen Jahren funktioniert, führt die Schauspielerin vor allem auf Offenheit und gegenseitiges Entgegenkommen zurück.

Ihr gemeinsames Zuhause hat die Familie im Düsseldorfer Stadtteil Oberkassel gefunden. Während Anna Schudt zuletzt für die zweite Staffel der Hebammenserie „Push“ und den Kinofilm „Die Ältern“ vor der Kamera stand, war Moritz Führmann unter anderem im Dokudrama „Im Auge des Sturms“ zu sehen. Anna ist zudem im ZDF-Film „Das verschwundene Kind“ zu erleben. Auch nach 16 gemeinsamen Jahren bleibt die Schauspielerei damit eine Leidenschaft, die das Paar ebenso verbindet wie seine Familie.
