Peter Weck ist nur noch selten bei öffentlichen Veranstaltungen zu sehen. Für einen ganz besonderen Abend machte die österreichische Film- und TV-Legende nun jedoch eine Ausnahme: Der 96-Jährige besuchte die Premiere des Musicals „Die Schöne und das Biest“ im Wiener Raimund Theater.
Weck erschien im Rollstuhl und wurde von seiner Lebensgefährtin Joanna Rzepa begleitet. Für viele Gäste dürfte allein sein Erscheinen ein besonderer Moment gewesen sein, denn der Schauspieler und Regisseur hat sich in den vergangenen Jahren weitgehend aus dem Rampenlicht zurückgezogen.

Hinter ihm liegt eine gesundheitlich schwierige Zeit. Im Spätsommer 2022 erlitt Weck einen Schlaganfall, der insbesondere seine rechte Körperseite beeinträchtigte. Zeitweise konnte er nicht sprechen und musste während der anschließenden Rehabilitation das Laufen wieder mühsam trainieren.

Großen Rückhalt bekam er damals von seinen Kindern und seiner Partnerin, mit der er seit 2020 zusammen ist. Seinen Humor hat Weck dabei offenbar nicht verloren. Über Joannas Beruf als Kinderpädagogin scherzte er einmal, das sei im Alter durchaus praktisch, schließlich werde man dann wieder „kindisch“.

Seine Verbindung zur Wiener Musicalwelt ist besonders eng. Ab 1983 leitete Weck das Theater an der Wien und spielte eine wichtige Rolle dabei, große Musicalproduktionen in der Stadt zu etablieren. Unter seiner Leitung kamen unter anderem deutschsprachige Erstaufführungen von „Cats“ und „Das Phantom der Oper“ nach Wien.

Auch „Die Schöne und das Biest“ blickt in Wien auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1995 feierte das Musical dort seine deutschsprachige Erstaufführung. Die aktuelle Premiere wurde deshalb für mehrere Gäste zu einer Reise in die Vergangenheit.
Peter Wecks eigene Karriere reicht noch wesentlich weiter zurück. Von den Wiener Sängerknaben führte ihn sein Weg über die Theaterbühne in mehr als 100 Filmproduktionen. Mit Filmen wie „Sissi“ und „Mariandl“ sowie vor allem der Fernsehserie „Ich heirate eine Familie“ wurde er zu einem der bekanntesten Schauspieler seiner Generation.
