Heute ist sie eine feste Größe in Film und Fernsehen, ein Dauergast auf Premieren und roten Teppichen. Doch als Veronica Ferres Ende der Achtzigerjahre erstmals vor der Kamera stand, hätte kaum jemand diese Karriere vorhergesagt.
1988 sammelte sie ihre ersten Erfahrungen vor der Linse, kurz darauf folgte der große Durchbruch mit der ZDF-Serie Unser Lehrer Doktor Specht. Drei Jahre lang spielte sie dort die Sekretärin Anita Kufalt an der Seite von Robert Atzorn. Optisch war die heutige Stilikone damals eine ganz andere: lange Haare bis zur Brust, ein weicheres Gesicht, dunklere Augenbrauen. Nur eines ist gleich geblieben – ihr unverkennbares Lächeln.

Nach 29 Folgen verabschiedete sich Veronica Ferres aus der Serie. Doch statt zu verschwinden, begann ihre Karriere erst richtig Fahrt aufzunehmen. Es folgten über 100 Produktionen, darunter erfolgreiche Formate wie Tatort, „Mordsschwestern“ und zahlreiche Kino- und Fernsehfilme. Auch international machte sie sich einen Namen, etwa im Actionthriller The Bricklayer an der Seite von Aaron Eckhart und Nina Dobrev.

Der Weg nach oben war jedoch alles andere als leicht. In der Schulzeit galt Ferres als Außenseiterin. Sie wurde gemobbt, Mitschüler gaben ihr verletzende Spitznamen. Sie sprach später offen über Essstörungen und Selbstzweifel. Auch an Schauspielschulen wurde sie zunächst abgelehnt – unter anderem wegen ihrer Körpergröße von 1,80 Metern. Aufgeben kam für sie trotzdem nie infrage.
Stattdessen nahm sie privaten Schauspielunterricht, arbeitete hart an sich und blieb beharrlich. Dieser Ehrgeiz zahlte sich aus. Heute zählt Veronica Ferres zu den erfolgreichsten Schauspielerinnen Deutschlands, ausgezeichnet mit Bambis, Goldenen Kameras, dem Deutschen Fernsehpreis und zuletzt der Romy als beliebteste Schauspielerin im TV- und Streamingbereich.

Der Blick zurück zeigt eine Frau, die sich nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich komplett verändert hat. Ist dieser Wandel der Beweis, dass Durchhaltevermögen am Ende alles schlagen kann?
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