Ich hob das Mikrofon.
Mein Herz schlug so laut, dass ich kaum die Musik hörte.
Der Saal wurde langsam still.
Evan lächelte noch immer.
Mein Bruder Peter hob sein Glas, als wolle er mich ermutigen.
Ich sah beide an.
Dann sprach ich ruhig.
„Bevor wir feiern, möchte ich meinem Bruder und meinem zukünftigen Ehemann eine einzige Frage stellen.“
Peter stellte sein Glas ab.
Evan blieb regungslos.
Ich drehte mich zu meiner Tochter.
Sie hielt meine Hand so fest, dass ihre kleinen Finger zitterten.
„Vor fünf Minuten hat mir meine Tochter etwas erzählt.“
Sofort wechselten sich die Blicke zwischen den Gästen und dem Brautpaar.
Mein Bruder wurde blass.
„Schatz, das ist nicht der richtige Moment.“
Ich wich zurück.
„Doch.“
Für einen endlosen Augenblick sagte niemand etwas.
Selbst die Band hatte aufgehört zu spielen.
Meine Tochter versteckte ihr Gesicht an meinem Kleid.
Ich strich ihr über die Haare.
Im Raum wurde es vollkommen still.
Evan öffnete den Mund.
Doch bevor er sprechen konnte, erklang plötzlich ein lauter Ton vom Eingang des Saals.
Alle drehten sich gleichzeitig um.
Eine Person stand dort mit einem verschlossenen Umschlag in der Hand und suchte direkt meinen Blick.
Der Mann sagte nur einen einzigen Satz:
„Ich glaube, das gehört der Braut.“
