Schon als Kind stand sie im Rampenlicht – heute hat sie mit dem Showbusiness abgeschlossen. Susanne Uhlen blickt auf eine außergewöhnliche Karriere zurück und zeigt, wie sehr sich ihr Leben verändert hat.
Bereits mit zehn Jahren stand Susanne Uhlen erstmals vor der Kamera. Den Anfang machte eine Waschmittelwerbung, doch es sollte nicht bei diesem kleinen Auftritt bleiben. Schnell folgten größere Rollen, und Uhlen entwickelte sich zu einem festen Gesicht des deutschen Fernsehens.

Unvergessen ist sie vielen Zuschauern bis heute als Kindermädchen Lena in der Familienserie Nesthäkchen. Doch das war längst nicht alles: Susanne Uhlen spielte unter anderem Königin Anna von England in „Ein Glas Wasser“ (1977) und war in beliebten Formaten wie Das Traumschiff, Tatort und Derrick mehrfach zu sehen. Über Jahrzehnte zeigte sie dabei immer neue Facetten ihres schauspielerischen Könnens.

Heute, an ihrem 71. Geburtstag, blickt Susanne Uhlen jedoch ganz bewusst zurück – und nach vorn. Seit 2014 steht sie nicht mehr vor der Kamera. Damals erhielt sie die Diagnose Brustkrebs, ein Einschnitt, der ihr Leben grundlegend veränderte. Die Schauspielerei vermisst sie nicht. Im Gegenteil: Sie spricht offen davon, dass diese Zeit ein Wendepunkt war. Weniger Stress, mehr Selbstfürsorge – das sei ihr neuer Weg.

Zwar denkt sie gelegentlich mit einem Hauch Nostalgie an frühere Drehtage zurück, an Kolleginnen und Kollegen und an eine Filmwelt, die heute so nicht mehr existiert. Doch ihr Herz schlägt inzwischen für ein ganz anderes Projekt: Gemeinsam mit ihrem Mann engagiert sie sich im Verein „Bund für Tiere in Not“ und hilft Hunden im Kosovo, wieder gesund zu werden und ein neues Zuhause zu finden.

Privat genießt Susanne Uhlen ihr Leben fernab des Rampenlichts. Ihren 70. Geburtstag feierte sie im vergangenen Jahr mit ihrem Ehemann Henry Dawidowicz und ihren beiden erwachsenen Söhnen in Rom – ein Wunsch ihrer Kinder, der ihr viel bedeutete.
Aus dem Kinderstar ist eine Frau geworden, die bewusst losgelassen hat. Heute ist Susanne Uhlen zufrieden, angekommen – und ganz bei sich selbst.
