In den Dschungeln des Amazonas wurde eine „Sixtinische Kapelle der Urzeit“ entdeckt – 12.500 Jahre alt

In den tropischen Wäldern Kolumbiens haben Archäologen eine Entdeckung gemacht, die bereits jetzt als eine der bedeutendsten in der Geschichte Südamerikas gilt. Tief in den unzugänglichen Vegetationszonen des Amazonas stießen sie auf eine gigantische Galerie von Felsmalereien, die etwa 12.500 Jahre alt sein soll.

Forscher vergleichen diesen Fund mit der Sixtinischen Kapelle – nur dass sie von den Händen prähistorischer Künstler geschaffen wurde. Die Wandmalereien erstrecken sich über etwa 12 Kilometer und umfassen Zehntausende Darstellungen: Tiere, Vögel, Pflanzen und Menschen. Auf den Felswänden lassen sich sogar Tiere erkennen, die längst ausgestorben sind – darunter Verwandte urzeitlicher Elefanten, die vor mehr als zehntausend Jahren auf dem Kontinent lebten. Anhand dieser Abbildungen konnten Archäologen das ungefähre Alter der Malereien bestimmen.

Viele Zeichnungen befinden sich so hoch an den Felswänden, dass die Forscher Drohnen einsetzen mussten, um ihre Details sichtbar zu machen. Experten gehen davon aus, dass ihre vollständige wissenschaftliche Erforschung Jahrzehnte in Anspruch nehmen wird.

Die Entdeckung wurde bereits im vergangenen Jahr gemacht, jedoch zunächst geheim gehalten: Die Archäologen nahmen an Dreharbeiten für den Dokumentarfilm „Jungle Mystery: Lost Kingdoms of the Amazon“ teil. Erst kurz vor der Premiere wurde der Fund der Öffentlichkeit vorgestellt.

Diese „Kapelle der Urzeit“ eröffnet ein neues Fenster in die Vergangenheit – in eine Zeit, in der Kunst die Sprache der Menschheit war, lange bevor Schrift existierte.

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