Wer sagt, dass Kiwi nur in den Tropen wächst? Diese duftende, vitaminreiche Frucht kann sich durchaus auch auf der Fensterbank wohlfühlen. Wichtig sind nur etwas Geduld und die richtige Pflege.
Methode Nr. 1: Kiwi aus Samen ziehen
Die einfachste, aber auch langsamere Variante.
Samen können direkt aus einer reifen Frucht gewonnen werden – einfach abspülen und 24 Stunden in warmem Wasser einweichen. Dann:
in lockere, gut drainierte Erde setzen
leicht mit Erde bedecken und vorsichtig befeuchten
mit Folie oder Glas abdecken und an einen warmen, hellen Ort stellen
Nach 2–4 Wochen erscheinen die ersten Keimlinge.
Sobald sie kräftiger werden, in größere Töpfe umsetzen.

Methode Nr. 2: Kiwi aus Stecklingen ziehen
Diese Variante geht schneller, erfordert aber etwas Erfahrung.
Einen gesunden Steckling von ca. 15 cm Länge nehmen, untere Blätter entfernen und schräg anschneiden. In feuchte, lockere Erde setzen und mit Folie oder Glas abdecken.
Nach 2–4 Wochen bilden sich Wurzeln.
Danach in den endgültigen Topf umpflanzen.
Pflege für Kiwi im Haus
Gießen: Sobald die obere Erdschicht getrocknet ist. Staunässe vermeiden – Kiwi reagiert empfindlich darauf.
Düngen: Von März bis Oktober einmal pro Monat Dünger für Obstpflanzen verwenden.
Schnitt: Im Frühjahr überflüssige Triebe zurückschneiden, damit die Pflanze kräftig und buschig wächst.
Nützliche Tipps
Einen Topf wählen, der nur 5–10 cm größer ist als das Wurzelsystem.
Zugluft und starke direkte Sonne vermeiden.
Luftdurchlässige, lockere Erde verwenden.
Mit der richtigen Pflege können Sie bereits nach 3–4 Jahren Ihre ersten selbst gezogenen Kiwis genießen — direkt aus der eigenen Wohnung.

